Mensch und Technik im Gesundheitswesen: Eindrücke von der 6. Wissenschaftlichen Tagung der LEP AG 

Wie verändern technologische Assistenzsysteme unseren Alltag im Gesundheitswesen? Wo liegen die Chancen, wo die Grenzen? Diese Fragen standen im Zentrum der 6. Wissenschaftlichen Tagung der LEP AG am 22. Oktober 2025 in den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel.
 
Expertinnen und Experten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich präsentierten neueste Forschungsergebnisse und diskutierten mit dem Publikum über Innovationen, Herausforderungen und konkrete Mehrwerte für die Praxis. Erstmals mit Teilnehmenden aus der Romandie – dank französischem Simultandolmetschen wird der Dialog noch breiter und inklusiver. Die Tagung startet mit spürbarer Vorfreude schon beim Begrüssungskaffe. Nach der Eröffnung durch Dr. André Nienaber und Dr. Renate Ranegger stand der Tag ganz im Zeichen innovativer Technologien zur Entlastung der Pflege. Unsere Referierenden beleuchteten das Thema aus unterschiedliichen Blickwinkeln:
  • Christoph Ohneberg zeigte im Projekt REsPonSe, wie robotische Assistenzsysteme mit integrierter Kommunikationslösung Pflegefachpersonen entlasten können.
  • Stephanie Krebs gab praxisnahe Einblicke in den Einsatz von Robotern in stationären Pflegeeinrichtungen.
  • Benedikt Niederer stellte die Bots „Henry“ und „Robby“ vor, die Effizienz und Entlastung bringen sollen.
  • Katja Schwabe demonstrierte, wie Sprachassistenten die Pflegedokumentation vereinfachen können.
  • Dr. Diana Trutschel verdeutlichte, wie Netzwerkanalysen und Routinedaten helfen, Pflegebedarfe besser zu verstehen und die Personalverteilung zu optimieren.
  • Dr. Martin Pallauf präsentierte Potenziale und Herausforderungen von Sensortechnologien zur Sturzprävention in der Langzeitpflege.
  • Sebastian Broisch diskutierte die Voraussetzungen für erfolgreiches Patientenmonitoring über Wearables im Krankenhaus.
  • Dr. Dario Stähelin gab einen Ausblick auf KI-Assistenten in der Langzeitpflege und stellte die Frage, ob sie heute schon einsatzbereit sind oder noch Zukunftsmusik bleiben.
Nach einem Tag voller Impulse und Gespräche bleibt vor allem eines: Technik kann viel, aber sie ersetzt nicht das Menschliche. Innovationen sind dann erfolgreich, wenn sie den Alltag erleichtern, Zeit für echte Begegnungen schaffen und die Qualität der Versorgung verbessern. Was die Tagung besonders gemacht hat, war der offene Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Unterschiedliche Perspektiven trafen aufeinander, es wurde offen diskutiert und auch kritisch hinterfragt. Die Veranstaltung war wertvoll, weil über echte Erfahrungen, Probleme und Lösungen gesprochen wurde – nicht nur über grosse Ideen. 
 
Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden und Referierenden für das Engagement und die spannenden Beiträge. Ein besonderer Dank geht an die UPK Basel für die Gastfreundschaft und die tolle Organisation. Es war ein bereichernder Tag mit vielen wertvollen Begegnungen. 
 

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